Die Geschichte des Bikinis
Heute ist er fester Bestandteil der Bademodengarderobe fast jeder Frau: Der Bikini. Kaum vorstellbar, dass dieses Kleidungsstück eine bewegte Vergangenheit hat und sogar heftig bekämpft wurde.
Als die beiden französischen Designer Réard und Hein den Bikini als Teil Ihrer Kollektion im Jahre 1946 vorstellten, stieß er auf wenig Gegenliebe. Das der Bikini mehr Haut zeigte als verhüllte, sorgte für einen handfesten Skandal. Selbsternannte Sittenwächter und Moralapostel liefen Sturm gegen den Bikini und wollten diesen sogar verbieten lassen. Den beiden Modeschöpfern gelang es zu Beginn nicht einmal, ein Model zu finden, welches Ihre Bikinis vorführte und so mussten Sie auf eine „exotische“ Tänzerin eines Pariser Nachtclubs zurückgreifen.
Die beiden Franzosen hatten den Bikini übrigens nicht selbst erfunden, sie haben nur eine bereits seit Jahrzehnten bestehende Idee aufgegriffen und neu präsentiert und vermarktet. Erst in den 50er Jahren wurde der Bikini gesellschaftsfähig und hat dies vor allem der Filmindustrie zu verdanken, die den Bikini erstmals im Film „Und Gott schuf die Frau“ von Brigitte Bardot tragen ließ. Ursula Andress’ legendärer Auftritt im James Bond-Streifen „James Bond jagt Dr. No“, in dem Sie in einem Bikini dem Meer entstieg, löste endgültig einen Bikini-Boom aus.
Plötzlich war der Bikini nicht mehr unzüchtig, sondern chic und jede Frau wollte einen besitzen. So begann eine Erfolgsgeschichte und der Aufstieg des einstigen Schmuddelkindes Bikini, der heute an allen Stränden und Badeseen der Welt zuhause ist.
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