Havaianas – die Originale
Ein scheuern, ein schmatzen, ein klappen. Geräusche des Sommers. Geräusche, die Havaianas oder Riemensandalen erzeugen. Heutzutage kaum wegzudenken aus dem Stadtbild im Sommer, kannte bis vor wenigen Jahren ein Großteil der Deutschen diese Art der Sandalen nur von Hippies oder vom Bademeister in Rimini.
Sandalen waren im Deutschland eher bestimmt durch die Fläche des Fußes, die sie verdeckten, als durch die Freiheit und Luftigkeit, die sie dem Fuß zustanden. Am besten trug man zu den Sandalen auch noch Socken und wenn es an den Strand ging wählte man das Modell geschlossene Plastiksandale. Deren Schlitze waren gerade groß genug um ein wenig Meerwasser hineinzulassen, das dann zwischen dem Plastik und der Haut einen Haftfilm bilden konnte. Riemensandalen sind allerdings schon aus der Antike bekannt, wie zahlreiche Bilder und Mosaike beweisen. In Fernost waren Sie bis in die Neuzeit hin alltägliches Fußbekleidungsstück. Im Westen wurden die Sandalen durch US-amerikanische GIs bekannt, die diese Sandalen aus Fernost als Souvenirs mitbrachten. Es entstand schließlich der Name Flip-Flops, der weltweit gebräuchlich ist, aber nur in Deutschland geschützt ist, durch den Vermarkter dieser Art von Havaianas, die eben diesen Namen tragen.
In Brasilien wurden Havaianas durch die große japanische Einwanderergruppe bekannt. Im Jahr 1962 schließlich wurden die ersten Gummi-Sandalen nach diesem Vorbild hergestellt. 3 Jahre später bekamen diese auch einen Namen – Havaianas. Die Firma nannte sich nach dem beliebten Urlaubsziel vieler US-Amerikaner. Seit dem Jahr 1965 verkaufte die Firma mehr als 2 Milliarden Paar der diversen Modelle, aneinandergereiht länger als die Strecke von der Erde zum Mond. In den vielen Jahren seit der Gründung der Firma ist eine Vielzahl an Modellen hinzugekommen, so dass heutzutage fast jede Farbe und eine große Auswahl an Mustern zur Auswahl stehen. So gibt es die bekanntesten Havaianas Brasil erst seit dem Jahr 1998, als die brasilianische Flagge für die Fußballweltmeisterschaft in Frankreich auf den äußeren Riemen platziert wurde. Des weiteren gibt es die Modelle Surf, Estampadas, Baby oder – die Neuerung des letzen Jahres – Slim. Seit einigen Jahren werden Havaianas auch nach Deutschland exportiert, wo die Nachfrage, gerade nach dem Modell Brasil, immer weiter steigt. Denn Havaianas sind nicht nur schöner als die diversen Konkurrenten auf dem Markt, sie sind auch angenehmer zu tragen. Jeder der einmal diese Sandalen aus Gummi getragen hat, kennt den Unterschied zu Plastiksandalen oder solchen aus aufgeschäumten Material. Dem Original macht nun mal keiner etwas vor.
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